„... Der ‚Spyker‘ hat gestern 100 Li nördlich von Pang-kiang halten müssen aus Mangel an Benzin, das ihm mit einem Kamele zugesandt wurde ... Die ‚de Dion-Bouton‘ sind heute 1 Uhr nachmittags zusammen in Udde eingetroffen und um 2 Uhr weitergefahren.“
„Sonst nichts?“
„... Der dreirädrige ‚Contal‘ ist bis jetzt weder in Pang-kiang noch in Kalgan gemeldet worden ... Der Tu-tung von Kalgan hat berittene Soldaten ausgeschickt, um ihn zu suchen. — Das ist alles.“
Es war klar, daß der „Spyker“ sich mindestens 400 Kilometer hinter uns befand und die beiden „de Dion-Bouton“ 250. Das Geheimnis des Automobils, das einige Stunden vorher durchgekommen war ohne anzuhalten, war aufgeklärt. Wie hatten wir es nicht sofort verstehen können!
„Das waren wir“, erklärten wir dem erstaunten Chinesen. „Wir waren es, die dort vorbeifuhren. Wir haben nicht gehalten, weil wir das Telegraphenamt nicht sahen, das wir auf allen Seiten des Hügels suchten, nur nicht auf der richtigen.“
„Das Automobil, das vorüberfuhr, erschien mir kleiner“, bemerkte er zweifelnd.
„Infolge der Entfernung.“
„Das ist wahr. Die Entfernung verkleinert alles.“
Nachdem er diese tiefe Wahrheit ausgesprochen hatte, zeigte sich der Telegraphist vollkommen überzeugt.
Bei der Berechnung der zurückgelegten Strecke stellte es sich heraus, daß wir das erste Tausend Kilometer von Peking aus hinter uns hatten. Um dies Ereignis festlich zu begehen, beschlossen wir, ein opulentes Mahl zu halten. Ein Hirt und Lama, der in diese Gegend gekommen war, verkaufte uns ein Lamm, das wir ihm mit Stücken eines Silberbarrens bezahlten (gemünztes Geld hat bei den Mongolen keinen Kurs), die wir ihm gewissenhaft auf einer kleinen in Kalgan gekauften Wage zuwogen. Das Lamm, das den geschickten Händen des Telegraphisten anvertraut wurde, erschien einige Stunden später wieder vor uns in der Gestalt eines riesigen Stückes dampfenden gekochten Fleisches, das uns als das köstlichste Gericht der Welt vorkam.