Da er die Maschine nicht aufhalten konnte, wollte er sie begleiten. Er konnte sich nicht entschließen, loszulassen. Sich fest an die Karosserie anklammernd, machte er alle Sprünge und Schwankungen mit. Ettore schwieg. Über das Steuerrad gebeugt, sammelte er alle seine Energie, aufmerksam nach dem Augenblick spähend, in dem er die Herrschaft über seine Maschine wiedergewinnen könne. Seine Geistesgegenwart errang schließlich den Sieg. Ich habe schon erwähnt, daß der Weg sich nach links wandte; an einem Punkte, wo diese Neigung besonders bemerkbar war, lenkte Ettore plötzlich nach rechts hinüber und ließ das Automobil auf große Steine auflaufen. Es machte einen großen Satz, mäßigte aber seine Geschwindigkeit. Wenige Minuten später war es gebändigt und setzte den Abstieg fort, gelehrig dem Willen seines Führers gehorchend.

Die rasende Fahrt hatte nicht länger als 20 Sekunden gedauert, aber sie erschien uns endlos! Ich war zu Fuß hinterdrein gelaufen und hatte „halt, halt!“ gerufen, ohne zu wissen weshalb. Ich erreichte das Automobil, als es unten auf der Straße stand. Die stillstehende Maschine verbreitete einen unangenehmen Geruch nach verbranntem Öl und ließ ein leises, reibendes Geräusch hören.

„Diesmal haben wir sie noch glücklich gerettet!“ rief Ettore, während er von seinem Sitze stieg und sich den Schweiß abtrocknete. „Ich weiß nicht, wie ich hierhergekommen bin. Ein Wunder!“ und zu mir gewandt, fragte er lachend: „Haben Sie gesehen, was sie für Sätze machte?“

„Und ob! Als ob alles aus Rand und Band gehen sollte!“

„Auch ich glaubte es. Es gab einen Augenblick, in dem ich alles für verloren hielt. Ich dachte: Hier werden wir zerschmettert!“

„Welcher Augenblick war dies?“

„Haben Sie bemerkt, daß ich auf halbem Wege etwas nach rechts abgebogen bin?“

„Jawohl.“

„Damals. Ich sagte zu ihr: Entweder du parierst oder du gehst in Trümmer!“