Wir aber dachten an den Iro.

„Gibt es hier Ochsen?“

Er schüttelte den Kopf.

„Nein, es gibt hier keine.“

„Oder Pferde?“

„Jawohl; jeder hat Pferde.“

„Kannst du uns Pferde besorgen? Wir zahlen einen Rubel für jedes Pferd, und einen Rubel außerdem für dich.“

„Gut. Warten Sie hier.“

Er fuhr durch den Fluß und verschwand. Es verging eine Stunde und wir wurden schon ungeduldig, da sahen wir eine Anzahl berittener Männer auf dem andern Ufer daherkommen. Es waren unsere Leute. Sie ritten durch den Fluß, und als sie in unsere Nähe gekommen waren, grüßten sie würdevoll durch Abnehmen der Mützen. Es waren schöne kräftige Gestalten, Köpfe von blonden Heiligen auf Körpern von Riesen. Wie bei allen Muschiks fielen die Haare bis zum Halse herab; das russische Volk behielt die Haartracht der alten Krieger bei mit den dicht unterhalb des Nackens abgeschnittenen Haaren, als ob diese, wenn sie länger wären, noch heute das Tragen der Sturmhaube und des Panzers hindern könnten.

Die Männer schafften zuerst das Gepäck auf dem bloßen Rücken der Pferde hinüber; es machte den Eindruck, als ob eine Plünderung stattfände. Inzwischen hatte Ettore den Magneten, um ihn nicht herausnehmen zu müssen, mit einer undurchdringlichen wasserdichten Schicht mit Fett bestrichener Lappen umwickelt. Dann wurden die sechs Pferde vor das Automobil gespannt, und zwar mit den langen Seilen, die uns schon bei so vielen Gelegenheiten gute Dienste geleistet hatten; die Männer sprangen auf die Pferde, einer von ihnen setzte sich rittlings auf das Motorgehäuse. Ettore ergriff das Steuer, und die Maschine tauchte rüttelnd und hin und her schwankend in die Bolschaja Rjeka unter lauten Rufen, Peitschenhieben, Pferdegewieher inmitten einer Flut von Spritzern und Sprühern; wütend wurde die Maschine seitwärts vom Wasser angefallen, das mit gurgelndem Wogenschwall angeschossen kam.