Ein Automobil anzuhalten ist eine etwas schwierige Sache, namentlich für den, der noch keins gesehen hat! Nur ein Unfall hätte uns den Räubern in die Hände liefern können. Übrigens war keine Möglichkeit vorhanden, die Soldaten mitzunehmen, und wir beabsichtigten nicht, aus Furcht vor einem möglichen Überfall mit der zu Fuß marschierenden Bedeckung Schritt zu halten und sieben Tage auf die Fahrt nach Krasnojarsk zu verwenden.

Von Myssowaja bis hierher hatten wir von nichts anderm als von den Räubern sprechen hören, und wir waren daher über diese Art Gefahren auf der Heerstraße etwas skeptisch. Die Bedeckung wurde dankend abgelehnt. Der Offizier machte eine Bewegung, als wollte er sagen: „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.“

Als Ersatz dafür baten wir wie in Nischne-Udinsk, auf den rechten Weg geleitet zu werden. In eine Stadt zu kommen, ist nicht so schwierig, wie aus ihr herauszufinden. Der Offizier stieg in eine Droschke und gab dem Kutscher, der im Galopp davonfuhr, einen Befehl. Wir folgten.

Außerhalb der Stadt verließ uns der Offizier und ermahnte uns:

„Seien Sie auf Ihrer Hut!“


Dieser 6. Juli war einer der schlimmsten Tage unserer Reise.

Wir wurden beständig von einem wolkenbruchartigen Regen verfolgt, von einer wahren Sintflut, die die Wege der Ebene überschwemmte und die der Hügellandschaft aushöhlte und aufwühlte. Es war unmöglich, mit einer gewissen Schnelligkeit vorwärtszukommen, und sei sie für eine Maschine von 50 Pferdekräften noch so bescheiden. Das Automobil glitt aus, es konnte sich auf dem klebrigen Moraste nicht halten; die Laufräder hörten streckenweise auf zu greifen und drehten sich in tollem Wirbel heulend herum, Straßenschmutz und Wasser in die Luft schleudernd. Es ist unmöglich, einen Begriff von dem Zustande der sibirischen Straßen bei einem solchen Regen zu geben.

Versunken im Schmutze eines sibirischen Dorfes.