„Die Kleider!“
Ettore warf seinen wasserdichten Mantel über die Flamme, der Fürst seinen Pelz. Das entzündete Fett verlöschte, aber die Karosserie brannte noch immer. Wir rissen die Dielen heraus, löschten sie mit Erde, schabten die brennenden Stellen mit dem Messer heraus und ließen die ganze versengte Oberfläche zu Asche werden. Endlich waren die Flammen gebändigt; mit Lappen, die wir mit dem wenigen, von dem Kühlapparat herabtröpfelnden Wasser befeuchteten, erstickten wir den Rest des Brandes. Wir spähten nach jeder Spur von Rauch und beobachteten das Automobil so lange mit gespanntester Aufmerksamkeit, bis wir die Überzeugung gewannen, daß die Gefahr vorüber war. Dann stießen wir einen tiefen Seufzer der Erleichterung aus und betrachteten uns lächelnd und ein wenig geistesabwesend.
„Auch diesmal ist es also gut abgelaufen!“ riefen wir aus.
„Die Maschine so weit zu bringen, um zu sehen, wie sie hier mitten in der Steppe in einem Feuerwerk zugrunde geht!“
„Ein Glück ist es, daß wir den Brand noch rechtzeitig bemerkten!“
„Wenn das Benzin explodiert wäre, wären wir alle drei in die Luft geflogen!“
„Auf die Maschine! Auf die Maschine! Es ist schon spät!“ mahnte der Fürst.
„Nach Omsk, nach Omsk!“
Ettore hatte die beschädigte Bremse ganz herausgenommen und verzichtete darauf, sich ihrer in Zukunft zu bedienen. Es blieb nur noch die Handbremse, die nicht so rasch wirkte wie die Fußbremse, aber gewiß ebensoviel leistete. Dann setzten wir die Fahrt fort.
Bei dem Dorfe Jurjewo hatten wir über einen kleinen Fluß zu setzen. Die Bauern fürchteten vielleicht, das Automobil könne das Fährboot beschädigen, denn sie wollten uns um keinen Preis übersetzen.