»O ja«, antwortete der Maler und sah dabei nach dem Mädchen, »ich bin weiter gekommen – ich glaube vorwärts.«

Brand liebte unklare, zweideutige Redensarten nicht. »Barrikaden«, sagte er stets aufbrausend. Sie waren auch nicht dazu angetan, ihn für den Fremden einzunehmen. Er war so einer von denen, um die man lange werben musste.

Sie kamen zur Staffelei; das angefangene Bild war derb und roh in seinen Umrissen auf die Leinwand geworfen. Keines sagte etwas darüber. Makassy verräumte seine Sachen – stets mit ungutem Gesicht über solche Kramladenarbeit.

Die Haushälterin kam und frug, ob man das Abendessen im Freien zu nehmen gedenke. Natürlich.

Da ging Estella das Tischzeug holen und kam frisch und jung wie der Morgen über den Rasen her zurück. Schnell und sicher, klipp und klapp schlugen die kleinen Sohlen auf dem Boden auf, ihn eiligst wieder zu verlassen, als hätten sie nichts zu tragen von der Last dieses grossen stolzen Mädchenleibes. Woher nur hatte sie diesen Gang!

Mit rosigen Händen breitete sie das Linnen über den Gartentisch, den man wieder vor die Bank geschoben hatte und stellte die behaglichen Sessel ringsum. Sie sah umher, ob alles ordentlich und gemütlich so sei und verstrich schliesslich noch mit dem Fusse die dunkeln unordentlichen Furchen, die vom Schieben des Tisches in dem gelben Kiese waren.

Wie anders ist alles, was ein feingeistiger Mensch auch tut, auch das Unbedeutendste, Alltäglichste – wenn dahinter nicht gleichsam der Vorhang fällt.

Aber sie tat ihm leid. »Ist dir wirklich ernst mit all deinem Ordnen und Vorbereiten?« dachte er, »darin liegt so viel arme ahnungslose Freude.«

Die alte Dienerin brachte die Gartenlampe und einen ganzen Stoss Zeitschriften. »Für später«, bemerkte sie, um dann mit ausdrucksvollem Seitenblick auf Makassy zu fragen, ob man servieren dürfe.

Der riss sich energisch los und verabschiedete sich.