»Ich habe Dir noch etwas mitzuteilen, ehe Du gehst«, sagte nun Estella leise und gepresst: »Thieben wird kommen.«

Ein kleines Mücklein summte und sauste über die Tassen weg, liess sich hastig irgendwo nieder, um gleich wieder aufzufliegen und weiterzusurmeln. –

»So reise ich nicht«, sagte er jetzt mit fremder Stimme durch die Laube herüber.

Sie hatte es erwartet und ein Jubel über solche Liebe stieg in ihr auf, dass sie berauscht von ihrem Reichtum freigebig rief: »O reise nur, reise nur!«

Er verstand sie nicht, dachte an Thieben und frug lauernd:

»Willst Du es also, soll ich das Feld räumen?« Und dann, als er ihre schöne Freude sah, es bereuend und irreleitend:

»Ich verliere ein Vermögen, um mich nicht von Dir trennen zu müssen und Du gebietest einfach ruhevoll: reise doch!«

Treuherzig sah sie ihn mit ihren guten Augen an und sagte, das klare Köpfchen leise schüttelnd:

»Das ist es nicht. Dich hält ein anderer Grund.«

Da flammte er auf: