„Schon seit einiger Zeit. Nata und alle wissen es, und was für eine Gans Nata auch sein möge, es bleibt dennoch eine Schweinerei, dass er nicht zu uns kommt, als seien wir eine Saubande.“

„Was hat Nata damit zu schaffen?“

„Sie versucht Stroop einzufangen und das ganz vergeblich: er wird überhaupt nicht heiraten, und gar noch Nata; ich glaube, dass er auch mit dieser Ida Holberg bloss ästhetische Gespräche führt und ich rege mich ganz unnütz auf.“

„Regst du dich denn auf?“

„Selbstverständlich, wenn ich nun schon ’nmal in sie verliebt bin!“ und vergessend, dass er mit Wanja sprach, der von seinen Angelegenheiten keine Ahnung hatte, wurde Koka lebhaft: „Ein wunderbares Mädchen, gebildet, musikalisch, eine Schönheit und reich . . . reich! Sie hinkt nur. Und ich komme jeden Tag hierher, um sie zu sehen. Sie geht hier zwischen drei und vier spazieren und ich fürchte, Stroop kommt aus demselben Grunde hierher, wie ich.“

„Ist denn Stroop auch in sie verliebt?“

„Stroop! Nu nee, mein Lieber, der ist nicht von dieser Sorte. Er hält bloss Vorträge und sie betet ihn förmlich an. Die Verliebtheit Stroops das ist ein anderes, ganz anderes Gebiet.“

„Du bist bloss geärgert, Koka!“ . . .

„Unsinn!“

Sie waren gerade an einem Beete mit roten Geranien vorbeigegangen, als Koka ausrief: „Da sind sie ja!“ Wanja sah ein hochgewachsenes Mädchen mit blassem rundlichem Gesicht, ganz hellem Haar, aphrodisischem Schnitt der grauen Augen, die jetzt in der Erregung blau geworden waren und einem Munde, wie auf Botticellis Bildern. Sie trug ein dunkles Kleid und ging hinkend, auf den Arm einer ältlichen Dame gestützt, während Stroop an ihrer anderen Seite sagte: