Nata hörte schweigend zu und sah schadenfroh mit ihren geröteten Augen zum Sprecher hinüber, dann sagte sie:
„Ich wundere mich nicht darüber, dass ich Sie zur ‚Carmen‘ treffe, sondern, dass ich Sie in Petersburg und nicht bei uns sehe.“
„Ja, ich bin vor zwei Wochen zurückgekommen.“
„Allerliebst!“
Sie begannen im leeren Korridor, an den schlummernden Lakaien vorüber, auf und ab zu gehen und Wanja betrachtete, an der Treppe stehenbleibend, interessiert das sich immer mehr mit roten Flecken bedeckende Gesicht Natas und das ihres geärgerten Begleiters. Die Pause war zu Ende, und Wanja stieg langsam die Treppe zum Balkon hinauf, um sich anzukleiden und nach Hause zu gehen, da holte Nata, das Taschentuch vor dem Munde, ihn fast laufend ein.
„Es ist schändlich, hörst du, Wanja, schändlich, wie dieser Mensch mit mir spricht,“ flüsterte sie Wanja zu und lief nach oben. Wanja wollte sich von Stroop verabschieden und stieg nach einigem Zaudern wieder die Treppe zum unteren Korridor hinunter; dort stand Stroop und der Offizier am Eingang zur Loge.
„Adieu, Larion Dmitrijewitsch,“ sagte Wanja, der tat, als gehe er in seine Loge nach oben.
„Ich war ja nicht auf meinem Platze: Nata kam und ich wurde überflüssig.“
„Was für ein Unsinn, kommen Sie zu uns in die Loge, wir haben freie Plätze. Der letzte Akt ist einer der besten.“