„Nata, Nata,“ kam Anna Nikolajewnas Stimme aus der Tiefe der Loge, „schickt sich das auch?“
Nata eilte stürmisch, Wanja mit sich ziehend, nach unten. Vor einem Spiegel blieb sie stehen, um ihr Haar zu ordnen und betrat dann langsam den Saal, der sich noch nicht mit Publikum gefüllt hatte. Sie trafen Stroop, er ging in ein Gespräch mit dem blutjungen Offizier vertieft, der in der Loge gesessen hatte und sah weder Smurow, noch Nata an und trat sogar gleich in eins der nächsten Durchgangszimmer hinaus, wo sich vor einem Tisch mit Photographien eine aufgedonnerte Verkäuferin langweilte.
„Gehen wir, es ist furchtbar heiss!“ sagte Nata, Wanja in der Richtung mit sich ziehend, die Stroop genommen hatte.
„Durch jenen Ausgang haben wir es näher zu unseren Plätzen.“
„Als ob es nicht einerlei wäre!“ fuhr ihn das Mädchen an, das in seiner Eile das Publikum fast gewaltsam auseinanderstiess.
Stroop bemerkte jetzt die beiden und beugte sich über die Photographien. Als sie neben ihm standen, sprach Wanja ihn laut an:
„Larion Dmitrijewitsch!“
„Ah, Wanja,“ machte der, sich umkehrend: „Natalja Alexejewna, pardon, ich habe Sie nicht gleich bemerkt.“
„Ich hätte nicht erwartet, Sie hier zu treffen,“ begann Nata.
„Weshalb? Ich liebe ‚Carmen‘ sehr und werde ihrer niemals überdrüssig, in ihr steckt ein tiefer und echter Pulsschlag des Lebens und über alles ist Sonne ausgegossen; ich verstehe, dass Nietzsche sich für diese Musik begeistern konnte.“