„Willst du?“ bot Koka sein geöffnetes Zigarettenetui, mit einer nackten Dame auf dem Deckel, Boba an.
„Nicht deshalb ist es in der Sommerfrische so urscheusslich, weil es dort scheusslich ist, sondern weil man sich wie auf Biwak, bloss zu vorübergehendem Aufenthalte dorthin gekommen, fühlt. Und das Leben dort ist auch nicht in feste Rahmen eingeteilt, in der Stadt dagegen weiss man immer, was man zu jeder Zeit des Tages zu tun hat.“
„Wenn du nun aber immer, Sommer und Winter, in einem Villenort leben müsstest?“
„Dann wäre es auch nicht so schlimm: ich würde mir ein Programm machen.“
„Das ist richtig,“ fiel Anna Nikolajewna ein, „für kurze Zeit hat man keine Lust sich einzurichten. Im vorvorigen Sommer zum Beispiel hatten wir frisch tapezieren lassen und mussten die reinen Tapeten dem Hauswirt schenken; man konnte sie doch nicht herunterreissen.“
„Bedauerst du vielleicht, dass wir sie nicht beschmutzt haben!“
Nata blickte mit einer Grimasse zum Ufer hinüber, wo die Fenster der Paläste im Schein der untergehenden Sonne flammten, während die rosig-goldenen Wellen der Newa hinter dem Dampfer breit und glatt auseinanderrauschten.
„Und dann diese Menge Menschen, jeder weiss alles vom anderen, was gekocht wird, wieviel die Dienstboten Lohn bekommen.“
„Überhaupt ein Ekel!“
„Weshalb ziehst du denn hinaus?“