Das grosse Zimmer im neuerbauten Hause, das einer hellen Schiffskajüte ähnelte, war dürftig mit einfachen Möbeln ausgestattet; ein gelber Vorhang, der die ganze Wand bedeckte, schloss gleichzeitig alle drei Fenster, und auf die ledernen grossen Koffer, die noch nicht gepackten, mit Messingnägeln beschlagenen Handkoffer, den Kasten mit verspäteten Hyazinthen, legte sich gelbes unruhiges Licht. Wanja klappte den Dante zu, aus dem er vorgelesen hatte, und ging ins Nebenzimmer.

„Halb sechs,“ sagte er, als er zurückkam. „Larion Dmitrijewitsch lässt lange auf sich warten,“ murmelte er dann vor sich hin, als beantworte er die Gedanken des jungen Mädchens. „Werden wir nicht weiter lesen?“

„Es lohnt sich nicht einen neuen Gesang anzufangen, Wanja. Also:

„e vidi che con riso

Udito havevan l’ultimo construtto;

Poi a la bella donna tornai il viso“

und er sah, dass sie mit einem Lächeln die letzte Meinung gehört hatten, dann wandte er sich der schönen Dame zu.“

„Die schöne Dame, das ist die Betrachtung des aktiven Lebens?“

„Man kann den Kommentatoren nicht unbedingt Glauben schenken, Wanja, wenn es sich nicht bloss um historische Auskünfte handelt; verstehen Sie ihn einfach und schön, — das ist die Hauptsache, sonst kommt wahrhaftig statt des Dante so was wie Mathematik heraus.“

Sie hatte ihre Arbeit endgültig zusammengelegt und sass, mit dem Papiermesser auf die helle Stuhllehne klopfend, wie in Erwartung da.