„Das heisst, was meinen Sie mit dem Göttlichen?“
„Nun, sagen wir, die kirchlichen Fragen. Wer immer nur an sie denkt und über sie liest, der kann kaum etwas anderes verstehen.“
„Wieso denn? Es gibt doch sogar Bischöfe, die Weltliches nicht scheuen, selbst unter Ihren Glaubensgenossen, zum Beispiel Erzbischof Inokentij.“
„Natürlich gibt es solche, und wissen Sie, meiner Meinung nach, tun sie nicht recht daran: man kann nicht guter Offizier und Kaufmann sein, nicht alles gleich gut verstehen. Deshalb beneide ich Sie auch von ganzer Seele, Wanja, weil niemand aus Ihnen nur eins machen will, sondern, dass Sie alles wissen und alles verstehen, nicht, wie zum Beispiel ich, und doch sind Sie nicht älter, als ich.“
„Nun, wo weiss ich denn alles, im Gymnasium lernen wir ja nichts!“
„Immerhin ist es besser, nichts zu wissen, als nur das eine zu wissen, dass man alles begreifen kann.“
Unten wurde das dumpfe Rollen von Wagenrädern vernehmlich und weit in der Ferne hörte man über dem Wasser laut schimpfen und das Plätschern von Rudern.
„Die Unsrigen kommen lange nicht.“
„Sie sind wohl zu Loginow angefahren,“ bemerkte Sascha und setzte sich neben Smurow ins Gras.
„Sind wir denn im gleichen Alter?“ fragte der, zur Wolga hinüberblickend, wo Wolkenschatten über die Wiesen glitten.