„Dann werden wir fliehen müssen?“

„Wir müssen fliehen; wie ich dir dankbar bin für dieses ‚wir‘!“ sagte er lebhaft und wurde rot.

Erregt liess ich mich auf den Stufen der Treppe nieder und hörte seinen Plänen von einer Flucht nach Italien zu.

„Aber zuerst muss man zu Suzanne Bache, das kann morgen am Abend oder am Tage, nach der Messe, geschehen. Ich werde dem heiligen Christophore eine Kerze stiften, damit alles glatt ausgeht.“

„Wird es Ihnen nicht leid tun, Ihren Vater zu verlassen?“ fragte ich, aufstehend, um nach unten zu gehen.

„Leid tun? Nein, mir ist jetzt alles gleichgültig, so kann ich nicht leben; ausserdem werden Sie ja mit mir sein?“

„Gewiss!“ sagte ich und stieg die Treppe hinunter.

Achtes Kapitel

Als wir das zweite Stockwerk des kleinen Hauses betraten, sahen wir eine Frau, die, über einen Trog gebeugt, Wäsche wusch. Das Zimmer war mit warmem Dampf gefüllt, man hörte nur das Plätschern des Wassers und das Klatschen der Leinwand. Wir blieben auf der Schwelle stehen und die Frau fragte uns:

„Wen suchen Sie?“