Florus schrie auf und packte sie am Arm:

„Hör auf! Hör auf! Geh! Titus? sagst du Titus, Hexe?“

Der Knabe stürzte, vom Geschrei erschreckt, ins Gemach.

III.

Viele Tage dauerte noch dieser Kampf, und der Kranke wiederholte, mehr als einmal: „Ich kann nicht mehr: es geht über meine Kraft!“ und das heimlich an ihm nagende Leiden hatte sein früher blasses Gesicht erdfahl gemacht. Dunkle Schatten umrandeten seine Augen und die Stimme kam wie aus ausgedörrter Kehle. Er schlief keine Nacht und quälte den stummen Knaben mit seiner Angst.

Eines Morgens erhob er sich vor Sonnenaufgang und verlangte Hut und Mantel, als mache er sich auf den Weg. Der Alte unterdrückte jede Frage, und bloss seinen Blick beantwortend, befahl Florus:

„Du wirst mir folgen!“

Der Gang des Herrn war wieder frei und leicht; auf den eingefallenen Wangen röteten sich wieder Rosen. Sie entfernten sich durch Strassen und über Plätze weit von Hause, ohne dass der Sklave den Zweck des Ganges zu erraten vermochte. Schliesslich, wie sie haltmachten, als hätten sie das Ziel erreicht, entschloss er sich zu fragen:

„Du wirst hier eintreten, Herr?“

„Ja.“