„Du meinst?“

„Ich weiss es!“

Paula sah sie durchdringend an.

„Ist denn Eile geboten?“

„Welch eine Gemeinheit! Kostja!“ stürzte das junge Mädchen zum eintretenden Studenten. „Lieber Kostja, sei du Richter! Sergej Pawlowitsch hält um meine Hand an, und Vater, der ganz unter dem Einflusse von Tante Paula steht, gibt nicht seine Einwilligung, bevor sich die Frage aufgeklärt hat, wo sein Ring hingekommen ist.“

„Zum Teufel auch! Ihr beschuldigt doch nicht gar Pawilikin des Diebstahls?“

„Ja,“ versetzte die alte Dame boshaft. „Du trittst natürlich für ihn ein, du wirst den Ring auslösen. Ich weiss auch einiges von dir! Ich kann in meinem Zimmer hören, wie die Tür knarrt, wenn du deinen Freund hinauslässt und was dabei gesprochen wird. Sei dankbar, dass ich schweige!“

In meinem ganzen Leben habe ich keinen solchen Skandal, keine solche Schimpferei gehört. Kostja schlug mit der Faust auf den Tisch und brüllte, Paula verlangte Achtung vor dem Alter; Nastja sprach hysterisch . . . Aber plötzlich verstummten alle, weil Stimmen, Schrei und Lärm von einem unartikulierten Laut übertönt wurden, welchen der General ausgestossen hatte, der, nachdem er die ganze Zeit geschwiegen, eben aufgestanden war. Dann sank er schwer zurück, wurde blaurot im Gesicht und begann zu röcheln. Paula stürzte zu ihm.

„Was ist mit dir, Maxim, Maxim?“

Der General röchelte nur, die weissen Augäpfel verdrehend, und war schon ganz blau.