„Und bis dahin ...“
Stepan Iwanowitsch wandte rasch die Augen ab und knackte mit den gekreuzten Fingern.
„Nein!“ rief Mishujew und richtete sich in seiner riesigen Größe auf. „Ich kann es nicht, kann es auf keinen Fall zulassen, daß man die Leute erschießt, nur weil sie hungrig sind, weil ihre Interessen nicht unsere Interessen sind ...“
„Dann gehe du zu ihnen und schlage ihnen deine Bedingungen vor,“ Stepan Iwanowitsch schlug die Arme auseinander.
Mishujew stand schweigend mit zu Boden gesenktem Blick auf. Ihn packte leidenschaftlich der Wunsch, daß Nikolajew hier wäre. Es schien ihm, daß sie zu zweit imstande sein müßten, diesen Zauberkreis zu zerreißen.
„Ich werde auch in der Tat gehen ... lieber so schon, als ...“ seine Stimme riß schmerzlich ab.
„Hm, wie du willst ...“ Stepan Iwanowitsch schlug wieder die Arme auseinander. „Vielleicht gelingt es dir auch ... Aber ich muß dich warnen, du setzt dich einer großen Gefahr aus ...“
„Wodurch?“
„Du wirst ihre ganze Wut auf dich lenken. Dieselben Arbeiter, für welche du dich so sehr ins Zeug legst, werden in einem Augenblick alle deine Bemühungen vergessen haben. Und zeigst du dich gegen sie, werden sie dich mehr als jeden anderen hassen, gerade für alles, was du bisher ihretwegen getan hast, und dafür, daß sie an dich glaubten!“
Mishujew sah ihn schweigend an.