Er wollte ihnen sagen:
... Das ist gut, daß ihr beide so jung, so schön und daß ihr so ineinander verliebt seid! Er sprach aber nicht weiter und lächelte nur.
„Was wollen Sie also für die Arbeiter tun?“ Marja Nikolajewna erinnerte sich an Landes Worte und machte ein ernstes Gesicht.
Lande schlug leise die Hände auseinander.
„Auch nichts besonderes ... nur so, für die allererste Zeit ... ich habe Geld ...“
Molotschajew blickte ihn an. — Von diesem mondbeleuchteten, mageren, gar nicht schönen Gesicht mit den großen, herrlichen Augen wehte eine schlichte und unentwegte Entschlossenheit auf den Maler hinüber. Ein Gefühl unangenehmen, unbestimmten Neides regte sich in Molotschajew, als ob sich in der Tiefe seiner Seele irgend ein versteckter, trüber Geist unter einem Lichtstrahl zusammenzöge.
„Wollen Sie es hingeben?“ fragte er, mit einem mißtrauischen Zug um die Lippen.
„Ja,“ antwortete Lande.
„Das ganze Geld?“ fragte Molotschajew wieder, als hörte er einen schlechten Scherz.
„Ich weiß wirklich nicht, mein Täubchen ...“ antwortete Lande gutmütig, dabei selbst überlegend, als ob er sich mit ihnen beratschlagte. „Vielleicht auch das ganze ... je nachdem es notwendig ist.“