Zwei Menschen traten hinter den Büschen hervor und kamen ihnen entgegen. Ihre abgehobenen, bunten Gestalten glitten lautlos in der grünen, feuchten Dämmerung des Waldes über die Erde. Sie näherten sich ohne Eile, fast langsam, mit herabbaumelnden Händen, aber etwas Besonderes, Beunruhigendes, wie eine versteckte Drohung, ging von ihnen aus.

Lande erhob ruhig den Kopf und blickte sie an. „Tkatschow!“ rief er verwundert.

Einige Schritte vor ihnen blieben die Beiden stehen und sahen sich finster nach allen Seiten um. Dieses unruhige Umsehen in der heiteren, stillen Dämmerung wirkte unnatürlich und furchterregend.

„Wir müssen fortlaufen!“ flüsterte Marja Nikolajewna entsetzt dicht in Landes Ohr.

Er erkannte ihre angehaltene, vertrocknete Stimme nicht wieder und sah sich verwundert nach ihr um.

Tkatschow — schwarz und farblos, in einer zerrissenen Jacke über dem Hemd, blieb auf dem Fleck stehen; der andere trat mit nackten Füßen gewandt auf sie zu. Für ihr ganzes Leben blieben Marja Nikolajewna seine bloßen, weit gespreizten Zehen, zwischen die sich Nadeln und die Spitzen des zartgrünen Grases schoben, im Gedächtnis eingeprägt.

„Langt wohl für ein Gläschen, was?“ sagte der Mann frech und streckte ihnen eine grobe Hand entgegen.

Marja Nikolajewna klammerte sich krampfhaft an Landes Ellbogen und schmiegte sich direkt an ihn. Tkatschow bewegte sich nicht.

„Na, wird’s bald?“ wiederholte der Barfüßler drohend.

Lande zog mit der freien Hand linkisch die Börse heraus. „Hier ...“ sagte er, dem Landstreicher ernst in die Augen blickend.