„Tust es nicht wieder! Tust es nicht wieder!“ wiederholte er mit schneidender Stimme und schlug in den Zwischenräumen von einem Ausruf zum anderen klatschend und genußsüchtig mit dem Riemen, der in dunklen Streifen das zartrosige abgerundete Fleisch durchschnitt, darauf los.

Eine kalte, neblige Welle schlug Lande durch den Kopf, und ehe er sich besinnen konnte, was zu tun wäre, stürzte er, fast hingerissen von Wut, auf Firsow zu, ergriff die dünne, sehnige Hand und stieß ihn aus voller Kraft gegen die Brust. Firsow schlug mit den ausgleitenden Beinen hoch, ließ Riemen und Kind fallen, klammerte sich aber noch rechtzeitig an den Tisch. Es klirrte etwas und zerschlug am Boden.

„Was ist das wieder? Was wollen Sie?“ brüllte er, die Fäuste ballend.

Lande drückte das laut weinende Kind an sich und blickte Firsow mit weitgeöffneten, zornigen Augen entgegen.

„Firsow, kommen Sie zu sich!“ sagte er mit zitternden Lippen, aber mit eigentümlich unbesiegbarer Kraft.

Eine Minute lang blickte ihm Firsow halb wahnsinnig in die Augen und erkannte ihn nicht; dann wurde er plötzlich tiefrot; im gleichen Moment erlosch das düstere, wilde Feuer, das in seinen geöffneten Augen brannte. Er strich sich krampfhaft über den Kopf, und murmelte.

„Aah, Sie sind es, Iwan Ferapontowitsch! ... Entschuldigen Sie ... ich ...“

„Wieder, Firsow, wieder! Schämen Sie sich denn nicht; fürchten Sie nicht die Sünde!“

Er wandte sich um und schob das Kind Ssonja zu, die schweigend in der Tür stand.

Das gelbe lange Gesicht Firsows wurde kupferrot.