„Ja, wie kann man denn dem irgendwelche Bedeutung beimessen! Verstehen Sie denn nicht, daß Sie unendlich viel mehr sündigen als der arme Knabe?“ sagte Lande überzeugend und traurig.
„Ha! ... Das halten Sie für eine Bagatelle? So ...“ fing Firsow an, und plötzlich rief er in dem früheren, geheuchelt wütenden Ton, als ob er sich künstlich erhitzen müsse:
„Eine Bagatelle ist das?“ Er kreischte schrill und stampfte mit den Füßen. „Hinaus, hinaus mit dir! Gotteslästerer, Teufel! Hinaus, daß hier keine Spur von dir bleibe.“
„Firsow,“ sagte Lande erstaunt, „was haben Sie?“
„Hinaus!“ brüllte Firsow. Er hörte absichtlich nicht, spritzte Speichel, trampelte mit den Füßen und geriet nun wirklich in Wut.
Zum zweiten Mal in seinem Leben schien es Lande, daß es nicht ein Mensch war, der schreit, sondern irgend ein hinterlistiges, böses Wesen in ihm. Der Ekel stieg ihm in den Hals; aber dieses Gefühl war ihm so ungewohnt und qualvoll, daß er sich schnell abwandte und zurückwich.
„Ich gehe fort ...“ sagte er hastig. „Sie sind heute sehr eigentümlich ... Lieber will ich morgen kommen ... Nur nehme ich auch Sserjoscha mit, sonst können Sie ...“
Firsow erstickte fast vor Wut, sperrte die Augen auf, blieb aber stumm.
Lande wandte sich zu Ssonja.
„Wir nehmen ihn zu uns, Ssonja!“ sagte er.