„Ich sehe mich gezwungen, etwas weit zurückzugreifen ...“ begann er hochtrabend, mit offensichtlichem innerem Behagen an der vorbereiteten Rede. „Sie ... Iwan Ferapontowitsch, hatten einmal auf mich einen bedeutenden Einfluß ausgeübt, ich muß das gestehen ... ja, ich will es aufrichtig gestehen ... Ja, ich darf schließlich sagen, daß wir sogar Freunde waren.“
Tiefe Ziegelröte trat auf die welken, trockenen Backen Firsows; für einen Augenblick schien es, daß er in seiner Rede gestolpert wäre, als fürchtete er, Lande könne es bestreiten.
„Ich war Ihnen immer zugeneigt, Firsow ...“
Ein Zug verborgener, ihn selbst erniedrigender Befriedigung huschte über Firsows Mienen; doch sofort wurde er grob und unverschämt.
„Sie haben mich durch den äußeren Eindruck Ihrer Handlungen, deren wahren Sinn ich damals meiner Jugend wegen nicht durchschauen konnte, verlockt ...“
„Ich glaube, ich habe Sie doch als erwachsenen Menschen kennen gelernt ...“ fiel ihm Lande, der ihm mit äußerstem Interesse zuhörte, naiv ins Wort.
Firsow wurde wieder von einer besonderen blaugelb gedeckten Röte überzogen.
„Jawohl ... Allerdings, ich ... Ich wollte gesagt haben, daß, als Sie, noch ein Jüngling, Arme und Kranke besuchten und alles verteilten ... und so weiter, da meinte ich, einen wahren Christen gesehen zu haben ... und auch Ihre Reden bekräftigten mich darin ... Ich fühlte große Sympathie für Sie. Ich muß es auch jetzt gestehen ... Dadurch, daß Sie infolge Ihrer Beredsamkeit die vertrauensvolle Jugend fortrissen, wurden Sie sozusagen zum Mittelpunkt ... zu einem Abgott für viele. Selbst ich, ein Mann, — ich darf es ohne Überhebung sagen —, von innerem Halt und gefestigtem Charakter, ein Mann von Überzeugungen, konnte lange Zeit nicht den wahren Sinn Ihrer Reden und Handlungen begreifen ...“
„Und welchen Sinn hatten sie, nach Ihrer Meinung?“ fragte Lande mit Interesse.
„Das werden Sie schon selbst wissen ...“ Firsow warf ihm einen schlauen Blick zu und hob den Finger, als ob er ihn zur Seite schieben wollte.