Es war gegen neun Uhr abends. In dem durchsichtigen, lichten Schein, den die lichte Abendröte, der blasse Mond und die breite, glatte Fläche des Flusses warfen, konnte die Nacht nicht aufkommen.
Lande kam später als die anderen zum Abhang hinaus, ungewöhnlich traurig und schweigsam.
Schischmarjow trat ihm aufgeregt entgegen.
„Komm her! Ich habe einen Brief von Ssemjonow bekommen ... Das ist bei Gott albern! Um welchen Teufels willen treibst du solchen Unfug? Ssemjonow schreibt, du hättest ihm zehn Rubel geschickt.“
Lande richtete seine weiten, traurigen Augen hoch.
„Laß es, Ljonja,“ sagte er einfach und wandte sich dem Flusse zu. Auf sein mageres Gesicht fielen kalte, blasse Lichtreflexe.
„Wie kann ich das lassen!“ brauste Schischmarjow auf.
Lande lächelte gequält, ohne sich umzuwenden. Schischmarjow sah ihn an, bewegte die Lippen und wandte sich mit einem Gefühl von kühlem Ärger ab.
... Meinetwegen, kannst du zum Teufel gehen! dachte er.
„Was haben Sie? Warum sind Sie so traurig?“ fragte Marja Nikolajewna weich und liebevoll, während sie den Ärmel von seiner grauen Litewka leise mit den Fingern berührte.