Der Nachtwächter schlug irgendwo in der Finsternis die Stunde an.

XX

Nach einer schlaflosen Nacht war Lande am nächsten Morgen schwach und krank aufgestanden. Die ganze Nacht dachte er an Tkatschow und Marja Nikolajewna.

... Wie kraftvoll sie beide sind, was für einen kolossalen Durst nach Leben sie haben! ... Der arme, liebe Tkatschow! welches Glück das ist, so das Leben zu lieben und so nach ihm zu streben ... Sie sind jetzt unglücklich, aber das geht vorüber, und die lebendige Kraft bleibt zurück, — sie werden glücklich sein, ob in Glück oder Leid.

Am Morgen beschloß er, zu Molotschajew zu gehen.

Der Künstler war zu Hause und saß düster auf dem Fensterbrett, eine Zigarette nach der anderen rauchend. Als er Lande erblickte, erhob er sich rasch und wurde rot.

Lande trat geradewegs ins Zimmer und streckte ihm schweigend mit einem Lächeln die Hand hin. Sein Gesicht war heiter und ruhig.