„Pilgerinnen ...“ Schischmarjow wurde für einen Augenblick verwirrt. „Ja, die sind aber erstens Pilgerinnen, und zweitens nicht im Herbst ... Du wirst einfach unterwegs liegen bleiben!“

„Vielleicht bleibe ich doch nicht liegen.“

Die Erregung ergriff Schischmarjow von neuem.

„Die Pilgerinnen gehen um ihres Glaubens willen, der bei ihnen nur darin besteht ...“

„Auch ich gehe um meines Glaubens willen,“ lächelte Lande.

„Ja ... schon ... Aber du mußt doch wenigstens mit den Umständen rechnen!“

„Das ist so leicht, sein Leben nach den Umständen einzurichten!“ sagte Lande mit zartem Vorwurf, während seine hellen Augen weiterlächelten. „Dabei wird man schließlich ganz aufhören, an sich zu glauben und in allem nur nach den Umständen fragen ... Nein, mag es dabei bleiben, ich fühle, daß ich gehen muß, und ich werde gehen ... Auf irgend eine Weise ...“

„Aber begreife doch nur das Eine, daß du vor allen Dingen nichts daran ändern kannst!“

„Das wissen wir nicht!“ erwiderte Lande streng. „Das scheint nur so ...“

Schischmarjow schwieg. Er wußte nicht, was er noch sagen könnte.