„Und welche Meinung haben Sie von Parchomenko?“ fiel er mit zu natürlicher Stimme Podgurski ins Wort.

Mishujew sah ihn von oben herab an und antwortete nicht. Der Haß, der handgreiflich in der Stimme Tschetyrjows, den er als Dichter liebte und achtete, lag, berührte ihn schmerzlich und machte ihn traurig. Mit drückender Ratlosigkeit fühlte er mit einem Mal, daß er von Feinden umgeben war.

„Mir scheint,“ sagte er, während er seine Hände, die auf der Tischplatte ruhten, unverwandt betrachtete, „daß Sie im Irrtum sind: man kann Millionär sein und dennoch zu etwas besserem taugen, als andere mit Sekt zu tränken.“

Tschetyrjow schob ihm seinen hartnäckigen, haßerfüllten Blick entgegen und lächelte kaum merklich. Mishujew zitterte und wurde rot.

„Sie scheinen sich gar verletzt zu fühlen,“ warf Podgurski mit doppelsinnigem Ausdruck ein.

„Ich fühle mich nicht verletzt,“ erwiderte Mishujew und errötete noch mehr. „Ich sagte das nicht, weil ich selbst Millionär bin ... Parchomenko ist eine Ausnahme. Das ist ein degeneriertes Subjekt, wie es in jedem Gesellschaftskreis vorkommen kann. Ich glaube allerdings, daß ein Mensch so oder anders sein kann, ganz unabhängig von dem Geldgewicht seiner Taschen.“

„Sicherlich!“ rief Opalow wieder zu aufrichtig.

„Parchomenko ist kein degeneriertes Subjekt,“ meinte Tschetyrjow kühl. „In einem Milieu, wo alles auf Geld aufgebaut, wo alles um Geld käuflich und verkäuflich ist, sind die Parchomenkos eine rein gesetzmäßige Erscheinung. Gerade so muß ein richtiger Millionär sein. Und wenn es andere gibt, so sind die schon eher in ihrer Art degeneriert ... Beispiele lebendigen Widersinns.“

Der Hauch der Feindseligkeit und des nahenden Streites wehte so deutlich aus dieser Stimme, daß Marussin seinen Kopf anhob und rot wurde, und Opalow auf seinem Stuhl zwischen Tschetyrjow und Mishujew in unbestimmte Bewegung geriet.

„Warum gleich?“ fragte Mishujew; ein trauriger Klang lag in seinen Worten. „Ich, z. B. ...“