In diesem Augenblick sah er das Portefeuille mit Geld, das Mishujew auf dem Tisch vergessen hatte. Er wollte ihn rufen, aber etwas hielt ihn zurück.

Mishujew trat auf die Straße hinaus und schlenderte langsam dem Park zu. Etwas Eigentümliches war in seinem Gedächtnis zurückgeblieben und machte ihn unruhig: war es das schwere, mißlungene Gespräch mit irgend einem geriebenen Burschen oder eine huschende Bewegung hinter seinem Rücken als er aus dem Restaurant trat?

Was war es doch?

Plötzlich erinnerte er sich, daß er sein Portefeuille vergessen hatte. Noch bevor es ihm ganz zu Bewußtsein kam, fühlte er, daß etwas Scheußliches geschehen war. Ein trüber Gedanke kam ihm, eine Weile versuchte er schneller zu gehen, aber dann setzte sich in ihm der Gedanke fest, daß Podgurski das Geld stehlen werde. Das war ihm peinlich. Er machte Kehrt und trat wieder ins Restaurant ein.

Podgurski stieß beinahe mit ihm zusammen. Ein Blick auf sein etwas verwirrtes und doch freches Gesicht, dessen Augen feindselig zur Verteidigung bereit waren, genügte, um den Verdacht Mishujews zu bestätigen.

Eine Weile blickten sie sich gegenseitig in die Augen. Dann sprach Mishujew ungeschickt:

„Ich habe mein Portefeuille liegen lassen.“

Podgurski zwinkerte mit den Augen, riß die Lider hoch, sein ganzer Körper geriet in Bewegung, als wäre er sofort bereit, sich ins Suchen zu stürzen.

„Wirklich? Ich habe es nicht gesehen. Kellner!“

„Nicht nötig ...“ erwiderte Mishujew leise.