„Ja,“ Mishujew nickte traurig mit dem Kopf, „Sie wollen nicht einsehen, daß ich von ganzem Herzen froh bin, mit Ihnen zu reden, weil es mir vorkommt, daß gerade Ihr Benehmen, — wie es auch sei, ob gut oder schlecht —, von meinen Millionen unabhängig ...“
„Das glaube ich auch!“ Podgurski verbrauchte gegen seinen Willen in diesen Worten zu viel Edelmut.
Sofort verstummten beide, weil sie den falschen Ton heraushörten. Mishujew wurde finster, ohnmächtig; Podgurski ärgerlich.
„Einfach verrückt!“ dachte der, und der falsche Ton empörte ihn nicht mehr seinetwegen, sondern machte ihn auf Mishujew wütend.
Durch das geöffnete Fenster war die dunkle, wogende See sichtbar; vom Ufer klangen dumpfe Hufschläge und ferne Musik herauf. Podgurski fühlte, daß er sofort weitersprechen müßte, fand aber im Augenblick keine Worte. Das Schweigen dauerte an, es wurde immer schwerer, das Gespräch wieder aufzunehmen. Gleichsam als wäre etwas vollständig abgerissen. Ihre Stimmung wurde so schwerfällig, wie wenn etwas, woran es ihrer Seele ohnehin mangelt, nutzlos und unsinnig vergeudet worden wäre. Mishujew seufzte schwer und bewegte die schweren Arme, die er auf der Tischplatte gekreuzt hielt.
„Nun, ich werde gehen ...“ sagte er.
„Wohin? Bleiben Sie noch.“
„Nein, ich habe Kopfschmerzen. Auf Wiedersehen!“
Podgurski zuckte unmerklich verdrossen die Achseln.
Uff, Teufel, wie schwerfällig der Kerl ist, dachte er.