Er verstummte für eine Sekunde und schien etwas gefunden zu haben.
„Hier, es regt Sie auf, daß alle Sie anders ansehen ... Aber Sie selbst, Fjodor Iwanowitsch, tun Sie doch einmal was, um uns ihre wahre Seele zu zeigen — nicht die des Millionärs, nein, einfach die Mishujews? Es ist Ihnen doch selbst unmöglich, nur für eine Sekunde aus dem Auge zu verlieren, daß Sie Millionär sind! Statt sich gute Beziehungen zu anderen Menschen zu verdienen, sie durch irgend etwas hervorzurufen, regen Sie sich auf, fordern Sie diese Beziehungen ... So sei unser souveräner Wunsch! ... Das ist doch auch ...“
„Mir scheint, ich gebe mich eher zu einfach,“ versetzte Mishujew hitzig.
Podgurski zuckte nur die Achseln.
„Das sagen Sie, ‚zu‘. Für mich gäbe es darin kein ‚zu‘, wenn ich mich einmal zusammennehme und alles, was mich quälte, Opalow erzählte. Aber Sie sehen da gleich ein, ‚zu‘. Ihnen kommt es vor, als lassen Sie sich herab, indem Sie mit mir offen reden. Sie schämen sich wohl gar Ihrer Offenheit? Ist doch wahr, nicht?“
Der Ton Podgurskis wurde dreist, und unbegreifliche Gehässigkeit klang jetzt heraus.
„Sie merken es vielleicht selbst gar nicht!“ sagte er triumphierend.
„Da sehen Sie es,“ erwiderte Mishujew ernst und schob die breiten Achseln in die Höhe. „Bei jedem andern hätten Sie das gar nicht bemerkt, mir aber können Sie es nicht verzeihen ... Sie hören mir zu und denken sicherlich, daß ich posiere oder mir in origineller Dummheit gefalle ... werde am eigenen Fett ersticken ...“
Podgurski wurde unwillkürlich verwirrt und lachte.
„Das kann ich nicht bestreiten. Etwas wird wohl daran sein ...“