„Natürlich möchte ich das!“
Karssawina reckte, wie auch damals auf dem Fluß, ihre Brust, die deutlich unter dem zarten Stoff hervortrat, und begann zu singen.
Der schöne Stern der Liebe — — — — —
Ihre Stimme klang leicht und rein, aber voller Leidenschaft, durch die abendliche Luft.
Jurii saß still und wagte kaum zu atmen; er schaute auf sie, ohne die Augen von ihr einen Augenblick abzuwenden.
Sie fühlte seinen Blick, schloß ihre Augen, dehnte die Brust noch höher; ihr Gesang wurde immer schöner und kräftiger. Es schien, daß alles einhielte und lausche. Und Jurii kam die scheinbare, geheimnisvolle und gespannte Stille in den Sinn, die plötzlich eintritt, sobald eine Nachtigall zu schlagen anhebt.
Als sie mit einem hohen, silbernen Ton abbrach, wurde alles noch stiller. Die Abendröte war vollends erloschen, und der Himmel verdunkelte mehr und mehr.
Kaum sichtbar, kaum hörbar begannen sich die Blätter zu bewegen, das Gras zu schwanken, und durch die Lüfte schwebend, zog ein zarter und duftiger Laut, wie ein Seufzer, von der Wiese herüber und zerrann im Garten.
Karssawina wandte sich mit Augen, die im Dunkel blitzten, zu Jurii:
„Warum schweigen Sie?“