„Aehä, ähä,“ rief der Alte und holte aus dem Feuer mit bloßer Hand eine Kohle heraus.
Ssanin lachte lustig aus der Dunkelheit zu ihnen herüber. Aber das Mädchen war wohl verlegen geworden, denn beide gingen plötzlich fort und ihre Stimmen waren kaum noch zu vernehmen.
„Nun, es wird Zeit,“ sagte Rjäsanzew aufstehend.
„Sorgt euch nicht,“ rief freundlich Kusma, und streifte mit seinen Armen die schwarzen Kernchen der Wassermelonen ab, die an ihren Anzügen kleben geblieben waren. Er reichte Jurii und Rjäsanzew herzlich die Hand.
Jurii war es wieder peinlich und doch angenehm, seine harten und steifen Finger zu drücken.
Als sie vom Feuer fortgingen, wurde es heller.
Ueber ihnen glänzten die Sterne und alles schien in wunderbarer Schönheit und stiller Unendlichkeit dazuliegen. Schwarz hoben sich die Körper der am Feuer Sitzenden ab. Die Pferde, der Schatten eines Wagens, ein Haufen Wassermelonen. Jurii stolperte über einen runden Kürbis und wäre beinahe gefallen.
„Vorsichtig! Na, auf Wiedersehen!“ hörte er Ssanin rufen.
„Auf Wiedersehen,“ sagte Jurii, sah sich noch einmal um und bemerkte, daß sich an Ssanins dunkle Gestalt die schlanke Figur eines Mädchens schmiegte. Sein Herz zog sich zusammen; er empfand einen leisen tiefen Schmerz. Mit einem Mal kam ihm Karssawina in Erinnerung und augenblicklich wurde er auf Ssanin ärgerlich.
Wieder rollten die Räder des Wagens über die Steppe. Das gut ausgeruhte Pferd schnaubte, das Feuer blieb hinter ihnen zurück, das Sprechen und Lachen brach ab. Jurii hob seine Blicke langsam zum Himmel und sah ein unendliches Meer von glitzernden Sternen. Sie schwiegen beide während der ganzen Fahrt. Erst als sich die Lichter und Zäune der Stadt zeigten, sagte Rjäsanzew: