Rjäsanzew hob das Gewehr des Alten auf und zeigte es lachend Jurii. Es war eine schwere, rostbedeckte und mit Drahtfäden umschnürte Pistonflinte.

„Das ist eine Muskete,“ lachte er. „Wie kannst du dich nicht fürchten, Großväterchen, daraus zu schießen?“

„Jawohl, sieh mal, habe mich auch beinahe totgeschossen. Stepan Schapka sagte mir, daß man gar nicht Piston zum Schießen braucht, ehe — ganz ohne ’n Piston. Er sagt, wo der Schwefel bleibt, da geht’s auch ohne ’n Piston mit dem Schießen. Da leg ich sie mir nun so übers Knie, zieh den Hahn an, bloß so mit dem Finger und knack, knallt es los. Hat mich beinah totgeschossen. Ehe, ehe, zieh den Hahn bloß an und schieß. Knack, knallte es, hat mich beinahe totgeschossen.“

Alle lachten und Jurii traten sogar Tränen in die Augen, so rührte ihn der Greis mit dem struppigen grauen Bärtchen und dem brummelnden Munde.

Auch der Alte lachte und seine Aeuglein trieften.

„Mich beinahe totgeschossen, ähä.“

Im Dunkel hinter dem Feuerschein hörte man Lachen und Kreischen der Mädchen, die sich vor den fremden Männern schämten. Einige Schritte entfernt, gar nicht dort, wo es Jurii erwartete, knirschte Ssanin mit einem Streichholz, und als ein Flämmchen aufbrannte, sah Jurii seine ruhigen freundlichen Züge und das frische Gesicht eines Mädchens, das Ssanin bewundernd ansah.

Rjäsanzew blinzelte ebenfalls nach dieser Seite.

„Großväterchen, du solltest doch auf deine Enkelin aufpassen, nicht?“

„Wozu denn aufpassen?“ Der alte Mann machte eine gutmütige Handbewegung. „Das ist Sache der Jugend.“