Jurii erblickte vor allen Karssawina, die am Fensterbrett saß; sofort nahm alles für ihn ein besonderes freudiges Aussehen an, als wenn hier nicht eine Zusammenkunft im dumpfen vollgerauchten Zimmer wäre, sondern ein Frühlingsfest auf einer Waldlichtung.
Sie lächelte ihm verwirrt entgegen.
„Nun meine Herrschaften, nun — — — wir werden wohl sein vollzählig,“ rief Ssoloveitschik; er mußte seine kränkliche und unsichere Stimme anstrengen, weil er ihr einen hellen, fröhlichen Klang zu geben versuchte. Beim Sprechen konnte er gewisse sonderbare Handbewegungen nicht unterlassen.
„Sie müssen schon mich entschuldigen, Jurii Nikolajewitsch, ich glaube, daß ich Sie habe angestoßen,“ wendete er sich an Jurii; vor Höflichkeit bog er sich ganz auseinander.
„Tut ja nichts.“ Jurii ergriff ihn gutmütig an der Hand.
„Alle sind wir nicht! Aber hol sie der Teufel, die andern,“ rief ein gutgewachsener, hübscher Student. An seiner breiten, kräftigen Stimme konnte man gleich den sicheren, selbstbewußten Menschen erkennen.
Ssoloveitschik sprang zum Tisch und schellte schleunigst mit einer kleinen Glocke, wobei er selbst, vergnügt über diesen kleinen Scherz, den er seit dem Morgen vorbereitet hatte, lächelte.
„Aber lassen Sie doch das!“ erboste sich der Student. „Immer schleppen Sie irgendwelche Dummheiten heran. Diese Feierlichkeit ist doch wirklich überflüssig.“
„Ich habe es nicht, — — — ich wollte ... habe ja nur ...“ Ssoloveitschik kicherte verlegen, steckte aber die Glocke sofort in die Tasche.
„Ich glaube, den Tisch rücken wir in die Mitte des Zimmers!“ sprach der Student wieder.