„Sofort ... Werde sofort ...“ Eilig stürzte sich Ssoloveitschik auf den Tisch und packte ihn in ohnmächtiger Anstrengung am Rande an.
„Aber doch die Lampe ... Werfen Sie die Lampe nur nicht um,“ rief Dubowa.
„So beruhigen Sie sich doch. Es ist ja nicht so eilig,“ mischte sich der Student wieder ein.
„Lassen Sie mich Ihnen behilflich sein,“ schlug Ssanin ihm liebenswürdig vor.
„Aber ich bitte sehr,“ sagte Ssoloveitschik so hastig, daß die Worte kaum unterscheidbar ineinander klangen.
Ssanin schob den Tisch in die Mitte des Zimmers und solange er damit zu tun hatte, blickten alle auf seinen Rücken und seine Schultern, deren Linien unter dem dünnen Stoff seiner russischen Bluse leicht hin und her liefen.
„Nun, Hoshijenko, Sie als Initiator des Ganzen haben die Antrittsrede zu halten,“ sagte die blasse, farblose Dubowa. Aus ihren klugen, häßlichen Augen ließ sich kaum ersehen, ob sie es ernsthaft meinte oder sich über den breiten Studenten lustig machen wollte.
„Meine Herrschaften,“ begann Hoshijenko, indem er seine Stimme anhob. „Sie wissen alle natürlich, aus welchem Grunde wir uns versammelt haben. Deshalb könnten wir eine Einleitung eigentlich entbehren, aber ...“
Ssanin unterbrach ihn lächelnd: „Ich für meine Person weiß leider nicht, warum ich mich versammelt habe. Es hieß so etwas, es würde hier Bier geben ... Uebrigens, die Einleitung will ich gerne entbehren.“
Hoshijenko sah herablassend über die Lampe auf ihn hin und fuhr fort: „Der Zweck unseres Zirkels ist, auf dem Wege gegenseitigen Lesens, der Besprechung des Gelesenen, und dann des selbständigen Referierens ...“