„Sie kommen schon,“ rief Schawrow, der ernst und aufmerksam fast mit ehrfurchtsvoller Miene den Ausführungen Hoshijenkos zugehört hatte.

Hinter dem Fenster ertönte das Knarren der Pforte und gleich darauf wieder das heisere Bellen des Hundes.

Ssoloveitschik sprang impulsiv mit unverkennbarem Entzücken aus dem Zimmer.

„Sultan, ... still ...“ schrie er schrill von der Steintreppe herab.

Man hörte schwere Schritte, Stimmen und Husten.

Ein kleiner Student der technischen Hochschule, der Hoshijenko ziemlich ähnlich sah, nur daß er brünett und häßlich war, trat ein; hinter ihm kamen verwirrt und ungeschickt zwei Arbeiter. Ueber ihre schmutzigen roten Hemden hatten sie Jacken gezogen; ihre Hände sahen schon von weitem geschwärzt aus.

Der eine von ihnen war hoch gewachsen, hager mit bart- und blutlosem Gesicht, auf dem die langjährige Unterernährung, die ewige Sorge und der tief in die Seele eingepreßte Grimm unverwischbare Furchen gezogen hatten. Der andere sah wie ein Athlet aus, war breitschultrig, kraushaarig und schön; er machte den Eindruck eines Bauernburschen, der zum ersten Mal in die fremden städtischen Verhältnisse, in denen ihm zunächst noch alles lächerlich vorkommt, untergetaucht war. Hinter ihnen schlüpfte, sich mit der Seite voranschiebend, Ssoloveitschik durch.

„Meine Herrschaften, nun ...“ wollte er feierlich beginnen.

Wie gewöhnlich fiel ihm Hoshijenko nervös ins Wort:

„Aber lassen Sie doch!“ Dann fuhr er selbst fort: „Guten Abend, Genossen.“