„Wenn nicht zu guter Letzt die Polizei ...“ meinte mit gemachter Nachlässigkeit Hoshijenko.

„Das würde Ihnen wohl ganz gut in den Kram passen, wenn es die Polizei wäre,“ versetzte sofort Dubowa.

Ssanin blickte auf ihre intelligenten Augen, die aus ihrem häßlichen Gesicht interessiert hervorsprangen. Sie nicht allein verfeinerten es; auch der helle Zopf, der über die Achsel auf die Brust geworfen war, umrahmte es sehr niedlich von der Seite ... Welch ein famoses Mädchen, dachte Ssanin, ohne die Augen von ihr abzuwenden.

Ssoloveitschik wollte wieder in die Höhe fahren, erschrak aber rechtzeitig und tat, als ob er auf dem Tisch nach einer Zigarette suchte. Aber Hoshijenko, der wie gespitzt auf jede seiner Bewegungen zu lauern schien, hatte es auch diesmal wieder bemerkt und machte eine abweisende strenge Geste, durch die seine Antwort auf Dubowas Einwurf abgelenkt wurde. Ssoloveitschik klappte unter ihr plötzlich zusammen; ihm schien das Verständnis aufzudämmern, daß sein einfacher Wunsch, allen Menschen zu helfen und gefällig zu sein, bei weitem keine so schroffe Zurückweisung verdiente.

„Vielleicht kümmern Sie sich nicht in einem fort um Ssoloveitschik,“ rief Dubowa zu Hoshijenko herüber. „Seien Sie doch ruhig.“

Rasch und lärmend trat Nowikow ins Zimmer.

„Nun, da bin ich,“ bemerkte er mit freudigem Lächeln.

„Das konstatieren wir,“ Ssanin nickte ihm zu.

Nowikow lächelte verlegen und flüsterte ihm beim Händedruck eilig und wie zu seiner Rechtfertigung ins Ohr:

„Lydia Petrowna hat Besuch bekommen.“