„Na, sollen wir uns auch weiterhin mit Privat-Unterhaltungen unterhalten,“ fragte wütend der Technologe.
„Beginnen wir doch meinetwegen!“
„Hatten Sie denn noch garnicht begonnen?“ erkundigte sich Nowikow erfreut, während er den Arbeitern, die eilig vor ihm aufgestanden waren, die Hände drückte.
Es war ihnen peinlich, daß ihnen der Arzt, der sie im Krankenhaus von oben herab behandelte, jetzt die Hand als Genosse reichte.
„Ja, mit Ihnen soll einer anfangen,“ zischte Hoshijenko unangenehm durch die Zähne. Dann fuhr er fort:
„Also, meine Herrschaften, uns allen wäre es natürlich erwünscht, unsere Weltanschauung zu erweitern. Da wir nun glauben, daß die beste Möglichkeit der Selbstentwickelung und Selbstbildung durch systematisches, gemeinsames Lesen und durch Gedankenaustausch über das Gelesene gegeben wird, so haben wir beschlossen, einen kleinen Zirkel zu bilden ...“
„So ...“ Piszow atmete begeistert auf und ließ seine freudig glänzenden Augen über alle Köpfe gleiten.
„Die Frage dreht sich nur noch darum, was wir jetzt lesen sollen. Vielleicht ist jemand bereit, ein Programm vorzuschlagen.“
Schawrow zupfte an seiner Brille herum, dann erhob er sich langsam, ein Heft in der Hand.
„Ich glaube,“ begann er mit trockener, langweiliger Stimme, „daß wir unser Lesen unbedingt in zwei Teile zerlegen müssen, wie? Es ist unzweifelhaft, daß sich jede Bildung aus zwei Teilen zusammensetzt, aus der Kenntnis des Lebens, entwicklungsgeschichtlich betrachtet, und der Kenntnisse der Lebensvorgänge als solcher.“