Der Rennende hielt für einen Augenblick an, und Ssanin sah neben sich ein erschrockenes, dämliches Soldatengesicht.

„Was ist denn los? ...“ schrie er aufgeregt.

Aber der Soldat murmelte nur etwas und lief weiter, scharrte wie vorher schwer mit seinen Füßen und klagte oder weinte.

Nacht und Stille verschlangen ihn wie ein Gespenst.

... Aber das ist ja der Bursche Sarudins, fiel es Ssanin ein. Plötzlich goß sich ein harter, glühender Gedanke scharf in seinem Kopf aus: Sarudin hat sich erschossen.

Eine leichte Kälte berührte seine Schläfe. Eine Minute lang starrte er schweigend in das trübe Gesicht der Nacht und zwischen dem Rätselhaften und Drohenden, das darin aufstand, und in dem starken Menschen schien ein kurzer, schweigender aber furchtbarer Kampf zu toben.

Die Stadt schlief, die Bürgersteige schimmerten weiß, die Bäume stachen schwarz dagegen ab; stumpf blickten die dunklen Fenster, sie bewahrten die behutsame Stille.

Mit einem Male ruckte Ssanin mit dem Kopf an, lächelte ernst und sah mit harten Augen vor sich hin.

... Ich trage keine Schuld daran, sagte er laut. Einer mehr oder weniger ...

Und als grauer Schatten durch die Dunkelheit schimmernd schritt er vorwärts.