„Nichts, was soll denn sein,“ erwiderte er ärgerlich.

„Aber wie man es auch nimmt, er ist doch die Ursache,“ bemerkte Ljalja. Sie machte ein bedeutungsvolles Gesicht.

„Na, und wenn schon ... Hätte doch dieser Idiot nicht auf ihn los gehen sollen. Ssanin ist an der Sache ganz unschuldig. Das ist alles recht bedauerlich, natürlich, es muß aber auf das Konto von Sarudins Dummheit gesetzt werden.“

„Na, die Ursachen liegen wohl tiefer. Sarudin lebt in einem gewissen Milieu — — —“

„Und wenn er in einem solchen dummen Milieu lebte und sich ihm unterwarf, so ist das nur ein Beweis dafür, daß er selbst ein Esel war ...“

Jurii schwieg; er rieb die Finger mechanisch aneinander. Es war ihm peinlich, so über einen Verstorbenen urteilen zu hören, trotzdem er nicht einmal den Grund für dieses Gefühl hätte angeben können.

„Nun gut, Sarudin — — — das ist begreiflich ... Aber doch Ssoloveitschik ... das hätte ich niemals gedacht ...“ Ljalja zog unschlüssig die Augenbrauen an. „Weshalb der nur? ...“

„Weiß es Gott? ...“ bemerkte Iwanow. „Er war immer so ein Eingänger. War niemals ganz bei sich.“

In diesem Augenblick kamen Rjäsanzew und Karssawina; er in einem Wagen, sie zu Fuß. Sie trafen sich unten an der Haustür und man hörte schon von der Terrasse her die hohe, ratlos fragende Stimme Karssawinas und die fröhliche und scherzhafte Rjäsanzews, wie er sie immer schönen jungen Frauen gegenüber gebrauchte.

Als erste trat Karssawina herein, man sah ihr das aufgeregte Interesse an: „Anatoli Pawlowitsch kommt von dort.“