Sein sonderbarer Haß gegen Ssoloveitschik wirkte auf alle abstoßend. Karssawina erhob sich und flüsterte Jurii zu, gleichsam als ob sie ihm besonders vertraue:

„Ich gehe fort. Ich halte es einfach nicht aus, er ist mir widerlich.“

„Ja,“ nickte ihr Jurii zu. „Eine unerhörte Roheit.“

Nach Karssawina gingen Ljalja und Rjäsanzew. Iwanow wurde nachdenklich, rauchte schweigend seine Zigarette zu Ende, schaute mit bösen Augen in die Ecke und ging ebenfalls. Als er auf die Straße trat und beim Gehen gewohnheitsmäßig mit den Armen schlenkerte, dachte er aufgeregt und böse: — — — Dieses dumme Volk bildet sich natürlich ein, daß ich ihre Empfindungen nicht verstehen könnte. Reizend ... Ich weiß, was sie fühlen. Besser als sie selbst ... Ich weiß, daß es keine größere Liebe gibt, als wenn ein Mensch sein Leben für den Nächsten opfert. Aber sich aufzuhängen, weil einer nicht zu den Menschen taugt ... na, das bleibt eben ein Unsinn ...

Und indem er sich einer Menge von Werken, die er gelesen hatte, erinnerte, begann er in ihnen nach dem Sinn zu suchen, der ihm die Tat Ssoloveitschiks so, wie er es wünschte, erklären könnte. Doch trotzdem sich die Bücher gehorsam auf den Seiten aufblätterten, die er gerade brauchte, redeten sie nur mit toter Zunge das, was er selbst verlangte, zu ihm. Sein Hirn arbeitete angestrengt und war so mit den gedruckten Gedanken verflochten, daß er selbst nicht mehr unterscheiden konnte, wenn er Eigenes dachte und wo er sich nur des Gelesenen erinnerte.

Als er nach Hause kam, legte er sich aufs Bett, streckte die langen Beine aus und dachte ununterbrochen weiter darüber nach, bis er endlich einschlief. Erst am späten Abend wachte er wieder auf.

XXXIII