„Sieh doch, Bruder,“ rief Iwanow hitzig.

Es mußten Mädchen aus der besseren Gesellschaft sein, die dort badeten; man konnte es an den farbigen Röcken, Blusen und Hüten erkennen, die auf dem Grase lagerten. Die einen waren im Wasser, plätscherten, bespritzten einander und das Wasser berieselte weich ihre zarten Schultern, Arme und Brüste. Eine von ihnen, hochgewachsen, ganz von Sonnenlicht durchtränkt, stand rosig und zart am Ufer und lachte. Von diesem Lachen erzitterte fröhlich ihr rosiger Leib und die mädchenhaften Brüste. Sie schien im Sonnenlicht ganz durchsichtig.

„Oh, Bruder,“ sagte Ssanin mit ernstem Entzücken.

Iwanow wich erschrocken zurück.

„Was hast du? ...“

„Ruhig, das ist Karssawina.“

„Wirklich? ... und ich habe sie gar nicht erkannt. Aber nein, wie wundervoll sie ist.“

„Tja,“ Iwanow lächelte breit und gierig.

Sie wurden gehört, vielleicht auch gesehen. Ein Schrei und Lachen erscholl; Karssawina stürzte sich erschrocken, geschmeidig ihnen entgegen und warf sich ins durchsichtige Wasser. Auf der Oberfläche blieb nur ihr rosiges Gesicht mit den glänzenden Augen.

Glücklich und aufgeregt liefen Ssanin und Iwanow voller Hast, obgleich sie sich immer wieder im Schilf verwickelten, zurück.