Hinter dem Fenster dehnte sich der goldene Garten, hinter dem Garten zog der Fluß den grünblauen herbstlichen Himmel in sich ein, hinter dem Fluß liefen die von den Netzen der Sommerfäden versilberten Felder, hinter den Feldern kam wieder ein Fluß; — — — ein umgekehrter Wald auf seinem Spiegel, dann Ufer, Eichen, schmale Wege ...
— — — Ruhe. — — —
Dort geht einer still für sich.
XLI
Der dem Trunke ergebene Kirchensänger Pjotr Iliitsch geht still für sich.
Wenn der Herbst kommt und die Villenstadt leer und öde wird, wie ein abgelegener Kirchhof vergangener Freuden, dann steigt in ihr eigenartige, prächtige Schönheit auf: die feinen durchbrochenen Gartengitter dringen wie Spitzenwerk durch Bäume und Büsche, roten Girlanden gleich hängt der Hopfen von ihnen herab, durch die goldenen Ornamente der entblätterten Aeste leuchten die spielzeugartigen Sommervillen; auf den leeren Blumenbeeten stehen einsam geordnet rote Astern, sinnen nach und nicken mit kühlen Köpfchen; Balkons und grüne Bänke scheinen noch die Spuren des vergangenen fröhlichen, lärmvollen Lebens zu tragen, nur von Freude, Kraft und Glück mag dieses Leben erfüllt gewesen sein; es war ein ganz besonderes, schmuckes Leben. Die verschlossenen Fenster und Türen heben die Stille noch mehr hervor, und unwillkürlich schleicht sich der Glaube ein, daß sie es allein ist, die Herbststille, die jetzt hier ihr rätselhaftes menschliches Leben führt.
Pjotr Iliitsch geht feierlich durch die verwahrlosten Wege und raschelt mit seinem Stock in den abgefallenen gelben Blättern.