Anna Croissant-Rust

Winkelquartett

Eine komische Kleinstadtgeschichte

Geh. Mk. 4.—, geb. Mk. 5.—

Gabriele Reuter schreibt über das Buch in einem 7spaltigen Feuilleton der Neuen Freien Presse in Wien vom 26. September 1908 unter dem Titel:

„Eine moderne Humoristin“

unter anderem:

„Zu diesen Lebenshumoristen mit der großen, freien menschlichen Seele und dem Mut zu jeder Entdeckung hat sich nun doch eine Frau gesellt. Trotz aller gegenteiligen Theorieen, welche ihr die Existenz eigentlich verbieten, hat sie sich hingesetzt und ein Buch geschrieben, das zu den wenigen, wirklich guten humoristischen Romanen der Jetztzeit gehört. Die Frau heißt Anna Croissant-Rust und ihr Buch ist das Winkelquartett. „Anna Croissant-Rust?“ fragt manch ein Leser zögernd, „kenne ich den Namen? Erinnere mich nicht — wird wohl ein Erstlingswerk sein.“ Verzeihung — nein! Ein solches Buch schreibt man nicht, wenn man jung ist, schreibt man nicht als Erstlingswerk. Dazu ist diese Menschenschilderung viel zu reif, dazu ist die künstlerische Luft viel zu klar und herbe, trotz aller blitzenden Sonnenlichter, die in Stil und Darstellungsart hin und wieder spiegeln. So souverain gelassen sieht man die Welt nur in ersten Septembertagen, wenn die schwülen Sommergewitter vorübergerauscht sind und alle Bäume fruchtbeladen winken. — — (Nun folgt eine eingehende Analyse des Inhalts, voll größter Bewunderung über das Buch und zum Schluß fährt Gabriele Reuter fort): Das Winkelquartett ist eine so durch und durch originelle Schöpfung, daß es betrübend für das Urteil des Publikums wäre, wenn sie nicht die ihr gebührende Beachtung fände.“

Im gleichen Verlage erschienen:

Otto Julius Bierbaum