Durch nichts betrüben will ich dein Gemüt.
Er sang nicht schlecht, aber doch so wie alle musikalisch nicht gebildeten Menschen, die den Ausdruck durch Geschrei und Sinkenlassen der Stimme zu ersetzen suchen. Nowikow erschien der Gesang von Sarudin besonders unangenehm.
„Was ist denn das? Selbstverfaßt? ...“ erkundigte er sich, mit dem ungewohnten Gefühl des Grolls und der Erregung, nach dieser allbekannten Romanze.
„Nein! Setzen Sie sich doch hin. Stören Sie doch nicht!“ befahl ihm launisch Lyda. „Wenn Sie die Musik nicht lieben, so gucken Sie eben solange in den Mond.“
Der völlig runde und rötlichschimmernde Mond sah wirklich eindringlich und geheimnisvoll hinter den schwarzen Baumwipfeln hervor. Sein leichtes, unfaßbares Licht strich über die Stufen, über Lydas Kleid, und über ihr Gesicht, das die eigenen Gedanken belächelte. Die Schatten im Garten verdichteten sich und wurden allmählich immer schwärzer wie im Walde.
„Dann schon lieber Sie ansehen,“ sagte Nowikow ungeschickt. — — „Ach, was für Abgeschmacktheiten ich zustande bringe, wenn ich rede,“ dachte er weiter.
Lyda lachte laut auf: „Ja, welch ein hölzernes Kompliment.“
„Ich verstehe es nicht, Komplimente zu machen,“ erwiderte düster Nowikow.
„Aber so schweigen Sie doch und hören Sie zu.“ Lyda zuckte unwillig die Achseln.
Ich liebte dich stumm, hoffnungslos und schmerzlich,