„Wirklich? ...“ sagte sie gedehnt und warf den Kopf zurück, von dem unbestimmten Gefühl beherrscht, daß alle Männer sie bewundern müßten.
„Jurii Nikolajewitsch liebt es nicht, sich mit Bagatellen abzugeben,“ meinte Semionow.
„Aha, Sie brauchen ein ernstes Thema? ...“
„Nun, schauen Sie, da haben Sie eins!“ unterbrach Sarudin Lyda. Er zeigte aufs Ufer. Dort tauchte unterhalb des Abhangs zwischen den knorpligen Wurzeln einer mächtigen Eiche ein enges und düsteres Loch auf, das noch zur Hälfte von Gestrüpp verdeckt wurde.
„Was ist denn das?“ fragte Schawrow, der Student, welcher mit den beiden Mädchen zusammengekommen war. Er kannte die Gegend noch nicht, da er aus einem andern Gouvernement stammte.
„’ne Art Spelunke ist das,“ antwortete ihm Iwanow. „Und was für eine! Weiß der Teufel, die Leute erzählen sowas, hier wäre einmal eine Falschmünzer-Werkstätte etabliert gewesen. Natürlich, wie das immer so kommt; sie sind alle gefaßt worden. Sehr bedauerlich übrigens, daß es immer so kommt.“
„Sonst würdest du schnellstens eine Fabrik von 20 Kopeken-Stücken aufmachen, was?“ fragte Nowikow.
„Aber nicht doch, ... wozu das? Von Rubeln, mein Freund, von Rubeln, aber sofort.“
„Hm,“ räusperte sich Sarudin vernehmlich und zuckte die Achseln. Ihm mißfiel die Anwesenheit Iwanows und dessen Scherze verletzten ihn.
Iwanow achtete nicht darauf und fuhr fort.