„Ja, meine Herrschaften,“ sagte keuchend Rjäsanzew, als man sich wieder auf der Wiese gelagert hatte, „wenn die Menschen mehr springen und laufen wollten, würde es neunzig Prozent aller Krankheiten nicht geben.“
„Auch aller Laster nicht!“ rief Ljalja, ihm zärtlich zunickend.
„Nanu, das wäre!“ fiel Iwanow fast entrüstet über diese Zumutung ein. „Laster wird der Mensch immer übergenug mit sich herumschleppen. Warum auch nicht?“
Obgleich niemand hätte erklären können, daß seine Worte besonders treffend oder scharfsinnig waren, lachten doch alle aufrichtig über sie.
Während man jetzt den Tee trank, war die Sonne im Untergehen und der Strom wurde von ihrem matten Lichte golden überspiegelt; auch zwischen den Bäumen zogen schon die rötlichen Strahlen des Abends.
„Jetzt aber, Herrschaften, zum Boote. Vorwärts,“ rief Lyda und lief, sich die Kleider raffend, den andern zum Ufer voraus. „Wer am schnellsten dort ist,“ schrie sie noch zurück, während sie übermütig den Kopf wendete.
Im Laufschritt die einen, die andern bedächtiger, ging’s zum Ufer hinunter, und wieder mit dem Lachen, das allen so wichtig schien, nahmen sie im Boote Platz.
„Abstoßen!“ kommandierte Lyda, und das Boot glitt leicht vom Ufer ab, zog breite Streifen hinter sich, die dann in eleganten Wellen nach dem Ufer zu auseinanderflossen.
„Jurii Nikolajewitsch, warum schweigen Sie eigentlich?“ fragte Lyda, als erste das Gespräch beginnend.
„Es gibt nichts, worüber zu sprechen wäre.“