„Singe noch Sinotschka!“ bat Ljalja „oder, besser, trage deine eigenen Gedichte vor.“

„Sind Sie etwa auch Dichterin? ... Welche Menge von Talenten kann doch der liebe Gott einem einzigen Menschen zukommen lassen, wenn er es gut mit ihm meint!“

„Ist das denn schlimm? ...“ Aus Karssawinas Frage klang ein verlegenes Scherzen.

„Nein im Gegenteil, es ist sehr gut,“ sagte Ssanin mit ehrlicher Bewunderung.

„Wenn, sagen wir, das betreffende Mädchen nebenbei jung und schön ist, so kann es nichts schaden,“ stimmte ihm Iwanow bei.

„Trage doch vor, Sinotschka,“ bat Ljalja ganz zärtlich und voll Liebe.

Karssawina blickte verlegen lächelnd über das Wasser und begann, ohne sich zu zieren, mit derselben lauten und klaren Stimme.

Liebster, mein Liebster, nie sollst du es wissen

Wie mich mein Herz dir entgegentreibt;

Will meine träumenden Augen verschließen,