„Um welches Teufels willen? ...“
„Nun, um einen zu nehmen.“
Nowikow gab nicht gleich eine Antwort, sondern überblickte mit gleichgültigen Mienen den Boulevard; es schmerzte ihn, daß er Lyda nirgends erblickte.
„Lyda sitzt zu Hause und büßt ihre Sünden,“ bemerkte Ssanin lächelnd.
„Dummheiten,“ murmelte verlegen Nowikow, „ich habe einen Kranken.“
„Der auch ohne deine Hilfe verrecken wird,“ fiel ihm Iwanow ins Wort. „Uebrigens können wir uns auch ebenso ohne deine Hilfe dem Wodka widmen.“
— und uns besaufen! Und das ist noch das beste, dachte Nowikow bitter. Laut sagte er: „Nun gut, gehen wir!“
Sie verabschiedeten sich flüchtig von Jurii und schritten fort; er hörte noch von weitem den groben Baß Iwanows und das harmlos-zärtliche Lachen Ssanins.
Er ging wieder, ganz mit seinen Gedanken beschäftigt, den Boulevard hinunter, bis ihn Frauenstimmen anriefen. Sina Karssawina und die Lehrerin Dubowa saßen auf einer der Boulevardbänke, und ihre Figuren in dunklen Kleidern und ohne Hüte, aber mit Büchern unter den Armen, waren in dem tiefen Schatten kaum erkennbar.
Rasch und erfreut trat er auf sie zu.