— Grege heiß’ ich und komme aus Teutaland, ein Flüchtling. Nun weißt Du’s. Ich habe nichts Uebles gethan, ich bin nur mir selbst nachgegangen, nur meiner Freiheit hab’ ich mich gewehrt.

— Aus Teutaland bist Du geflohen? Allein?

— Jala floh mit mir, mein Weib. Wo ist sie nun? Wo bin ich nun? Sprich, gütige Maikka, in welchem Lande begrüßest Du mich?

Maikka lachte: — Du verstehst die Worte zu setzen wie ein Dichter. Nordika heißt das Land. Ist Dir das fremd? Du sprichst seine Sprache, ein wenig anders zwar, doch verstehen wir uns. Wir sind verwandt. Teuta freilich, o Teuta!

Und sie schüttelte ihm beide Hände und lachte frisch, recht von Herzen, aber doch nicht in einem unzarten Tonfall. Auch der Hund tanzte und schlug seine vergnügtesten Töne an.

— Teuta macht Dich lachen, Maikka. Kennst Du Teuta?

— Davon und von vielem Anderen später. Willst

Du mein Gast sein? Ich führe Dich eine Straße, die ist so grasig wie eine Parkwiese. Kannst Du schwimmen?

Grege nickte. Die einzige Leibesübung, die den Teutaleuten als vornehm-menschlich und staatserhaltend galt, war das Schwimmen. Das Schwimmen in großen unterirdischen Bassins.

— Gut, dann kannst Du über den See schwimmen. Das wird Dich von Deiner Starrheit erholen. Willkommen in Nordika noch einmal. Du wirst ein schönes Land kennen lernen, Teutamann Grege.