Grege verharrte sinnend in der Betrachtung der beiden gütigen Wesen. In dem allgemeinen Lichtscheine, der die freie weite Nachtlandschaft erfüllte, gewann das Weib in dem schlichten weißen Gewande etwas so Vergeistigtes, daß Grege sich fragte, ob er nicht wieder dem Zauber einer Vision oder sonst einem Spuke zum Opfer gefallen. Die Stimme klang so schmelzend und doch so bestimmt und war so voll Seele und Natürlichkeit, wie das Bellen des Hundes.
— Komm, Maikka, berühre mich wie Dein Hund.
— Hier! Sie reichte ihm die Hand. — Warum erhebst Du Dich nicht? Bist Du müde von der Wanderung? Welches Weges bist Du gekommen?
Nun erschien Grege erst recht Alles wie ein Traum. Welches Weges er gekommen! Durch die Luft!
Aber kaum hatte er zu erzählen begonnen, da unterbrach ihn Maikka.
— Seltsames ist Dir begegnet. Die Erzählung wird lange werden nach dem abenteuerlichen Anfang. Hast Du hier kein Heim, so folge mir in das meinige. Auch scheinst Du erschöpft zu sein und noch der Ruhe zu bedürfen. Dein Gewand ist auch nicht im besten Zustand. Hast Du mit den Elementen gekämpft?
— Ja, Maikka, das hab’ ich. Aber glaube mir,
ich bin ein friedsamer Mensch und trage keinen Streit in die Welt.
Maikka reichte ihm lachend auch die andere Hand Und an ihren beiden Händen sich fassend, sprang Grege vom Boden auf, mit so leichtem Schwunge, daß ihm selbst die Freude wieder kam über die Tüchtigkeit seines Leibes.
— O Du hast eine tapfere Gestalt, gut für den Streit und schön für den Frieden. Warum verhehlst Du mir Deinen Namen?